Schmerzfrei am Arbeitsplatz  

Wie eine innovative Therapiemethode namens POSTUROZEPTION schmerzfreies Arbeiten -z.B. am PC- ermöglicht

 

von Dr. med. (B) Charles Mathonet 

Die Zunahme der Computerarbeit stellt eine Herausforderung für den Menschen dar

Wer ist betroffen?

   Die Arbeit am Computer ist aus unserem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Menschen erledigen ihre Arbeit am Computer, sei es im Büro oder zu Hause. Die Bedeutung der Heimarbeit hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen. Im Jahr 2023 waren es in Deutschland sogar 23,5 Prozent aller Erwerbstätigen. Durch die zunehmende Arbeit am PC ist allerdings auch die Zahl von Menschen gestiegen, die bei dieser Arbeit unter Schmerzen leiden. 

Die Studie

   MMD Monitors & Displays, die weltweite Vertriebsorganisation für Philips Monitore, stellte fest, dass hier Aufklärungsbedarf besteht, und bat das britische Marktforschungsinstitut YouGov, eine Studie durchzuführen. Die Studie hatte zum Ziel, die Ergonomie am Arbeitsplatz in deutschen Unternehmen und im öffentlichen Dienst zu untersuchen und dabei auch die gesundheitlichen Folgen zu beleuchten.

  Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass 81 Prozent der Befragten angaben, während oder nach einem Arbeitstag Schmerzen oder körperliches Unwohlsein zu verspüren. Es ist zu beobachten, dass 48 Prozent der Befragten über Augenermüdung und 43 Prozent über Nackenschmerzen klagen. Andere Befragte berichteten von Rücken- oder Gliederschmerzen. 

   Es mag auf den ersten Blick etwas überraschend erscheinen, dass eine Tätigkeit, die gemeinhin als wenig belastend angesehen wird, möglicherweise eine Ursache für Schmerzen sein kann. 
Es liegt die Vermutung nahe, dass die Person, die diese Tätigkeit ausübt, nur vor einem Bildschirm sitzt oder ein Auto fährt und daher als wenig belastet gilt.

   Es besteht allgemeiner Konsens darüber, dass Verspannungen durch Fehlhaltungen bei der Arbeit am PC entstehen können. Diese werden häufig als mögliche Ursache für Unwohlsein vermutet. 

   Daher könnte es sinnvoll sein, als ersten Schritt den Arbeitsplatz zu optimieren. Unter Ergonomie versteht man eine Arbeitshaltung, die den Rücken schont. Als Beispiel kann das Arbeiten im Stehen an einem höhenverstellbaren Tisch genannt werden. Eine gewisse Linderung der Beschwerden ist möglich, allerdings wird die Ursache dabei nicht behandelt. Es ist zudem zu beobachten, dass die Beschwerden oft nach einiger Zeit zurückkehren. Es wäre interessant zu erfahren, wie sich das erklären lässt.    

Das Konzept der Augenbelastung 

Unsere Augen vor dem Bildschirm 

   Es ist hilfreich, sich mit dem Thema "Auge" zu befassen, um herauszufinden, welche Umstände in dieser Situation zu den Schmerzen führen.

   Logischerweise würde man annehmen, dass eine Person, die am Bildschirm sitzt oder Auto fährt, als wenig belastet gilt. Es hat sich dennoch herausgestellt, dass diese Art von Aktivität besondere Anforderungen an das Auge stellt. 

 

  In den meisten Fällen ist der Abstand zwischen Auge und Bildschirm relativ gering, was die Bildqualität beeinträchtigen kann. Um ein Objekt scharf zu sehen, müssen sich beide Augen zueinander bewegen, im Volksmund "Schielen" und in der Fachsprache „Konvergenz“ genannt. 

  Es ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Augen nicht ständig auf den Bildschirm gerichtet sind. Der Blick wechselt häufig zwischen dem Bildschirm und anderen Objekten wie einem zweiten Bildschirm, einem Kollegen oder dem Fenster. Diese Blickwechsel finden in kurzen Zeitabständen statt. Während einer achtstündigen Arbeitszeit wechseln die Augen etwa 10.000 Mal zwischen Bildschirm und Umgebung. Dies stellt eine Herausforderung für die Augenmuskulatur dar. 

Wir leben in einer Zeit, in der die Augenmuskulatur extremen Belastungen ausgesetzt sind.

Augenmotorik

   Jedes Auge besitzt sechs Muskeln. Mit ihnen kann das Auge alle erdenklichen Bewegungen ausführen. Diese Fähigkeit wird Okulomotorik genannt. 

Eine Fehlhaltung der Augenmuskeln, welche sich in einer Erschlaffung derselben manifestiert, bedingt eine Neigung oder Drehung des Kopfes, um das Auge wieder auf das anvisierte Objekt auszurichten. Diese Fehlhaltung bleibt jedoch in den meisten Fällen zunächst unbemerkt, da sie keine unmittelbar wahrnehmbaren Symptome verursacht.    

Augenbelastung

   Aber damit nicht genug. Auch nach acht Stunden am Schreibtisch müssen unsere Augen oft noch mehr leisten. Nach der Arbeit fahren viele Menschen mit dem Auto oder Fahrrad nach Hause. Um den Abstand zu anderen Fahrzeugen oder Passanten zu berechnen und uns rechtzeitig vor Gefahren zu warnen, sind wir auf die sekundengenaue Präzisionsarbeit unserer Augen angewiesen. Das ist eine enorme Belastung für die Augenmuskeln! 

   Nach getaner Arbeit wollen wir uns entspannen, keine Frage. Und was tun wir viel zu oft? Wir sehen fern, surfen im Internet oder lesen. All das ist ja auch ganz wunderbar, aber leider brauchen wir dazu wieder unsere Augen.
Wir müssen uns bewusst machen, dass die Halswirbelsäule durch die fehlende Augenkraft in eine ständige Neigung oder Drehung gezwungen wird. Das kann auf Dauer zu Verspannungen im Nacken führen, die es unmöglich machen, sich wohlzufühlen und klar zu denken.   

Unsere Augen sind der Schlüssel zu unserer räumlichen Orientierung.

    Das Auge ist der Sensor für die Position im Raum. In der Fachsprache wird er "Exterozeptor der Lage" genannt. Unser Körper verfügt außerdem über drei weitere Sensoren: 

  • den Kauapparat (mit Zähne) 
  • die Haut 
  • das Körperschema, (fungiert als Körpergedächtnis)

   Die vier oben genannten Exterozeptoren sind für einen optimal funktionierenden Haltungsprozess (*) und somit für ein ungestörtes Gleichgewicht verantwortlich. 

(*) Der Haltungsprozess funktioniert tatsächlich wie ein PC und benötigt ebenfalls viele Daten bzw. Informationen.

   Genau wie ein PC von fehlerfreien Daten abhängig ist, bestimmt die Qualität der Informationen, die seine Sensoren liefern, die Funktion des Haltungsprozesses. Fehlfunktionen der Sensoren führen zur Destrukturierung des Haltungsprozesses und damit unweigerlich zu einer instabilen Körperhaltung mit fehlerhafter Körperkoordination als Folge.

Fazit

   Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Arbeit am Computer nicht anstrengend ist.  Zwar sitzen wir, aber unsere Augenmuskulatur muss über einen ganzen Tag hinweg enorme Arbeit leisten. 
Metaphorisch betrachtet bewegen unsere Augen an einem normalen Arbeitstag von acht Stunden eine Masse von etwa einer Tonne. 
Sind unsere Augenmuskeln müde und schwach, muss der Körper kompensieren. Er beginnt, sich zu verdrehen. Und wenn ein Körper über so lange Zeit in einer unnatürlichen Position gehalten werden muss, entstehen Schmerzen.  

Auf der Suche nach der richtigen Lösung

    Um das Problem der schwachen Augenmuskeln zu lösen, scheint es eine einfache Lösung zu sein, diese durch Augentraining zu stärken. Leider reichen diese Maßnahmen allein nicht aus, um vor strukturellem Stress zu schützen.

   Was also tun?

Die POSTUROZEPTION bietet eine elegante und zugleich sichere Lösung!

Bedenkt man, dass das Auge nur einer von vier Informationsgebenden Sensoren ist, erscheint eine ganzheitliche Lösung, bei der alle Sensoren korrigiert werden, sinnvoller.  
Bei der Posturozeption werden alle vier Sensoren gleichzeitig und auf gleicher Ebene angesprochen. Dadurch wird eine nachhaltige Umstrukturierung des Haltungsprozesses erreicht.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, sind wir im Raum jederzeit gut positioniert und unser Körper kann seine natürliche Position wieder einnehmen. Anspannungen und Schmerzen verschwinden, sodass wir effizienter und entspannter im Alltag, bei der Arbeit oder beim Sport agieren können. Ein aktives und schmerzfreies Leben ist wieder möglich.   

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Posturozeption-Behandlung
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